Sokal 2.0

Von Georg Lind bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass es wohl kürzlich in der Sonderpädagogik einen ganz interessanten Vorgang gab, der mich ein klein wenig an die „Sokal-Affäre“ erinnert: Katja Koch (Rostock) und Stephan Ellinger (Würzburg) hatten zwei Publikationen mit dem Ziel lanciert, eine Debatte um die gängige Wissenschaftspraxis (speziell die Fragwürdigkeit mancher Peer-Reviewing-Verfahren) anzuregen. Erstaunlich, was daraus geworden ist — vielleicht ist der Fall ja symptomatisch für so manchen Reflex in den Bildungswissenschaften und deren aktuelle Situation? … Aber der Reihe nach: Sokal 2.0 weiterlesen

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Method(olog)isch?

Aktuell bin ich im Ruhrgebiet: An der Universität Duisburg-Essen hatte ich mich bereits im Juli für die Winter School 2016 beworben und ein paar Monate drauf dann die Zusage erhalten.

Titel der Veranstaltung ist „Interdisziplinarität in der Qualitativen Bildungsforschung„. Sie wird vom Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung (izfb) ausgerichtet und mit Mitteln des BMBF bezuschusst. Besonders interessant waren für mich bisher das Podiumsgespräch zum Auftakt, in dem Christine Wiezorek (Justus-Liebig-Universität Gießen), Rainer Winter (Universität Klagenfurt) und Anja Tervooren (Universität Duisburg-Essen) ihre jeweiligen disziplinären Zugänge zur Bildungsforschung und interdisziplinären Anschlussperpektiven vorgestellt haben, sowie eine Keynote von Daniel Wrana (Fachhochschule Nordwestschweiz), in der auch die Rhetorik als ein eigener Ansatz diskutiert wurde. Thematisch passend zu der Methodenarbeit stand am Montagabend auch eine Führung durch das Steinkohlebergwerk Zeche Zollverein auf dem Programm (s. Bild)…

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Inhouse-Konferenz am HUL

Im Zuge unseres neu reformierten Studienprogramms „Master of Higher Education“ finden kommende Woche die ersten Präsenzveranstaltungen statt.

Da unsere Teilnehmenden deutschlandweit anreisen und für die Veranstaltungen in der Regel Urlaub nehmen müssen, beginnen wir bereits am Feiertag (Montag) mit Modul 1 (Didaktik), dem insgesamt vier Präsenztage zugeordnet sind. Danach findet am Freitag (7.10.) die erste Projektkonferenz statt. Diese Veranstaltung markiert den Beginn von Modul 1 (Didaktik) zu Modul 2 (Forschungs-/Entwicklungsprojekt):
Bildquelle: Aufbau des Master of Higher Education

Ziel der Projektkonferenz ist, dass sich die Studiengangsteilnehmenden einen Überblick über die möglichen Zielsetzungen, Themen und Ergebnisse des Projektstudiums verschaffen. Dazu sollten sie eigentlich — so unser Konzeptentwurf — in einen Dialog mit anderen Teilnehmenden treten, die das Projektstudium gerade beenden. Da es sich bei den jetzigen Teilnehmenden nun aber um die erste Kohorte des Studiengangs handelt, gibt es natürlich noch keine vorangegangenen Projekte dieser Art.

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Symposium: „Hochschuldidaktik verorten“ auf der Tagung: „Wissenschaft bildet.“

Die vergangenen beiden Tage standen bei uns am HUL ganz im Zeichen unserer ersten Forschungstagung zu Perspektiven und Zukunft der Forschung zum Lehren und Lernen an Hochschulen, die wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern der Universität St. Gallen ausgerichtet haben.  Die Tagung war eine erste Veranstaltung unserer Initiative Wissenschaft bildet., mit der wir neue Forschungsperspektiven auf das Lehren und Lernen an Hochschulen eröffnen wollen.


Eines der Wissenschaft-bildet-Panels
| Foto: Sebastian HD Fiedler, 2016

Ich war im Rahmen eines Symposiums zum Thema „Hochschuldidaktik verorten“ beteiligt — gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Tremp (Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule Zürich), Dr. Rüdiger Rhein (Zentrale Einrichtung für Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre der Universität Hannover) sowie Balthasar Eugster (stv. Leiter der Fachstelle Hochschuldidaktik an der Universität Zürich). Symposium: „Hochschuldidaktik verorten“ auf der Tagung: „Wissenschaft bildet.“ weiterlesen

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„Agile Didaktik“ als kreatives Handeln?

In einem Beitrag auf ihrem Blog hat Gabi Reinmann heut früh ein Buch von Christof Arn (Hochschule Luzern) vorgestellt: Es geht um „agile Didaktik“ — das interessiert mich sehr und Arns Buch werde ich mir mal genauer ansehen! 🙂 Was ist mit diesem Schlagwort gemeint?

Unplanbar?

Im Anschluss an empirische Studien leitet Arn die These ab, dass besonders lernförderliche Lehrende in ihrem didaktischen Handeln in der Situation viel spontaner, kreativer und eben agiler operieren als andere:

„Entscheidend ist, dass diese Fachkräfte […] dafür offen, ja daran interessiert sind, mitten im Lehren wahrzunehmen, was bei den Lernenden passiert. Diese Lehrenden sind zweitens fähig, aus dem Stand heraus auf das zu reagieren, was bei den Lernenden passiert. Das ist »Didaktik, die aus echter Interaktion erst entsteht«“ (Arn, 2016, S. 9).

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Reflexion als theoretisches Konzept?

Metaphorische Konzepte sind im wissenschaftlichen Sprachgebrauch verpönt. Begegnet uns eine Metapher in einer Arbeit, die wir betreuen, bitten wir in aller Regel die Person, die sie verwendet hat, eine prägnantere Formulierung zu finden oder das Argument durch Explizieren der Prämissen eindeutiger darzustellen.

In letzter Zeit begegnen mir immer wieder Metaphern auch an zentralen Stellen von theoretischen Beiträgen, die allgemein als „wissenschaftlich akzeptiert“ gelten können. Eine dieser Metaphern, die dazu noch in den verschiedenen Referenztexten zur Bezeichnung jeweils sehr unterschiedlicher Zusammenhänge verwendet wird, ist Reflexion. Reflexion als theoretisches Konzept? weiterlesen

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Wissenschaftscoaching

Zum Wintersemester werden wir ca. zwei Dutzend Studierende in der ersten Kohorte unseres Studienprogramms „Master of Higher Education“ zulassen. Das Studium ist ja mit einer starken Fokussierung auf die Projektarbeit angelegt — sie ist als ein eigenes Modul im Umfang von 20 Leistungspunkten im Studiengang verankert, das bereits im ersten Semester begonnen wird (s. unser Lehr-Lernkonzept zum Masterprogramm).

Um die Studierenden zum Selber-Forschen im Rahmen des Blended Learning-Szenarios hinzuführen und ihnen den Einstieg in die hochschuldidaktische Forschung zu erleichtern, werden wir (die Lehrenden des Masterprogramms) als Wissenschaftscoaches fungieren: Wissenschaftscoaching weiterlesen

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Ringvorlesung: Fachvorträge am HUL

Plakat Einzelvorlesung A3Zum Wintersemester bieten wir am HUL eine Ringvorlesung an, die sicherlich auch über unser Zentrum hinaus auf Interesse stoßen dürfte: Wir werden dazu Referenten aus unterschiedlichen Bereichen zu Gast in Hamburg haben, die als Fachexperten im Bereich Hochschul- oder Mediendidaktik ausgewiesen sind. Ziel ist in erster Linie, die Studierenden unseres neuen berufsbegleitenden Masterprogramms „Master of Higher Education“ in verschiedene Problemzugänge, Schwerpunktbereiche und Forschungsfelder einzuführen, die in Verbindung zum universitären Lehren und Lernen stehen. Ringvorlesung: Fachvorträge am HUL weiterlesen

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Autoethnografie

Im Bereich der qualitativen Methoden gibt es einen relativ jungen Ansatz, auf den mich vor einiger Zeit Gabi Reinmann  aufmerksam gemacht hat — die Autoethnografie.

Während der Begriff hierzulande noch kaum bekannt ist, gibt es gerade in den letzten Jahren eine ziemlich breite Diskussion im US-amerikanischen Forschungsdiskurs dazu, und zwar über die Fachdisziplinen hinweg.

Gabi Reinmann und ich haben nun einen gemeinsamen Artikel für Impact Free ausgearbeitet, in dem wir den Ansatz vorstellen. Wir glauben, dass für unser Fach einiges an Potenzial darin liegen könnte, die persönliche Erfahrung des Forschers nicht vollständig auszublenden oder sie vielleicht sogar als Erkenntnisquelle systematisch zu nutzen:

Autoethnografisch

Der Diskurs zur Autoethnografie ist übrigens nicht nur aus einer fachlichen Perspektive heraus interessant…

Autoethnografie weiterlesen

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scholarly personal narratives on teaching & learning @ uni