Symposium: „Hochschuldidaktik verorten“ auf der Tagung: „Wissenschaft bildet.“

Die vergangenen beiden Tage standen bei uns am HUL ganz im Zeichen unserer ersten Forschungstagung zu Perspektiven und Zukunft der Forschung zum Lehren und Lernen an Hochschulen, die wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern der Universität St. Gallen ausgerichtet haben.  Die Tagung war eine erste Veranstaltung unserer Initiative Wissenschaft bildet., mit der wir neue Forschungsperspektiven auf das Lehren und Lernen an Hochschulen eröffnen wollen.


Eines der Wissenschaft-bildet-Panels
| Foto: Sebastian HD Fiedler, 2016

Ich war im Rahmen eines Symposiums zum Thema „Hochschuldidaktik verorten“ beteiligt — gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Tremp (Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule Zürich), Dr. Rüdiger Rhein (Zentrale Einrichtung für Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre der Universität Hannover) sowie Balthasar Eugster (stv. Leiter der Fachstelle Hochschuldidaktik an der Universität Zürich). Symposium: „Hochschuldidaktik verorten“ auf der Tagung: „Wissenschaft bildet.“ weiterlesen

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„Agile Didaktik“ als kreatives Handeln?

In einem Beitrag auf ihrem Blog hat Gabi Reinmann heut früh ein Buch von Christof Arn (Hochschule Luzern) vorgestellt: Es geht um „agile Didaktik“ — das interessiert mich sehr und Arns Buch werde ich mir mal genauer ansehen! 🙂 Was ist mit diesem Schlagwort gemeint?

Unplanbar?

Im Anschluss an empirische Studien leitet Arn die These ab, dass besonders lernförderliche Lehrende in ihrem didaktischen Handeln in der Situation viel spontaner, kreativer und eben agiler operieren als andere:

„Entscheidend ist, dass diese Fachkräfte […] dafür offen, ja daran interessiert sind, mitten im Lehren wahrzunehmen, was bei den Lernenden passiert. Diese Lehrenden sind zweitens fähig, aus dem Stand heraus auf das zu reagieren, was bei den Lernenden passiert. Das ist »Didaktik, die aus echter Interaktion erst entsteht«“ (Arn, 2016, S. 9).

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Reflexion als theoretisches Konzept?

Metaphorische Konzepte sind im wissenschaftlichen Sprachgebrauch verpönt. Begegnet uns eine Metapher in einer Arbeit, die wir betreuen, bitten wir in aller Regel die Person, die sie verwendet hat, eine prägnantere Formulierung zu finden oder das Argument durch Explizieren der Prämissen eindeutiger darzustellen.

In letzter Zeit begegnen mir immer wieder Metaphern auch an zentralen Stellen von theoretischen Beiträgen, die allgemein als „wissenschaftlich akzeptiert“ gelten können. Eine dieser Metaphern, die dazu noch in den verschiedenen Referenztexten zur Bezeichnung jeweils sehr unterschiedlicher Zusammenhänge verwendet wird, ist Reflexion. Reflexion als theoretisches Konzept? weiterlesen

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Wissenschaftscoaching

Zum Wintersemester werden wir ca. zwei Dutzend Studierende in der ersten Kohorte unseres Studienprogramms „Master of Higher Education“ zulassen. Das Studium ist ja mit einer starken Fokussierung auf die Projektarbeit angelegt — sie ist als ein eigenes Modul im Umfang von 20 Leistungspunkten im Studiengang verankert, das bereits im ersten Semester begonnen wird (s. unser Lehr-Lernkonzept zum Masterprogramm).

Um die Studierenden zum Selber-Forschen im Rahmen des Blended Learning-Szenarios hinzuführen und ihnen den Einstieg in die hochschuldidaktische Forschung zu erleichtern, werden wir (die Lehrenden des Masterprogramms) als Wissenschaftscoaches fungieren: Wissenschaftscoaching weiterlesen

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Ringvorlesung: Fachvorträge am HUL

Plakat Einzelvorlesung A3Zum Wintersemester bieten wir am HUL eine Ringvorlesung an, die sicherlich auch über unser Zentrum hinaus auf Interesse stoßen dürfte: Wir werden dazu Referenten aus unterschiedlichen Bereichen zu Gast in Hamburg haben, die als Fachexperten im Bereich Hochschul- oder Mediendidaktik ausgewiesen sind. Ziel ist in erster Linie, die Studierenden unseres neuen berufsbegleitenden Masterprogramms „Master of Higher Education“ in verschiedene Problemzugänge, Schwerpunktbereiche und Forschungsfelder einzuführen, die in Verbindung zum universitären Lehren und Lernen stehen. Ringvorlesung: Fachvorträge am HUL weiterlesen

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Autoethnografie

Im Bereich der qualitativen Methoden gibt es einen relativ jungen Ansatz, auf den mich vor einiger Zeit Gabi Reinmann  aufmerksam gemacht hat — die Autoethnografie.

Während der Begriff hierzulande noch kaum bekannt ist, gibt es gerade in den letzten Jahren eine ziemlich breite Diskussion im US-amerikanischen Forschungsdiskurs dazu, und zwar über die Fachdisziplinen hinweg.

Gabi Reinmann und ich haben nun einen gemeinsamen Artikel für Impact Free ausgearbeitet, in dem wir den Ansatz vorstellen. Wir glauben, dass für unser Fach einiges an Potenzial darin liegen könnte, die persönliche Erfahrung des Forschers nicht vollständig auszublenden oder sie vielleicht sogar als Erkenntnisquelle systematisch zu nutzen:

Autoethnografisch

Der Diskurs zur Autoethnografie ist übrigens nicht nur aus einer fachlichen Perspektive heraus interessant…

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Streit um Worte?

Auf Twitter verfolge ich im Moment eine interessante Diskussion, die Saskia Esken angestoßen hat. Sie ist von Haus aus Informatikerin und im Moment als Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Digitale Agenda der SPD-Fraktion tätig.

Frau Esken regt nun an, über den Sinn unserer Konzepte für akademisches Lehren und Lernen nachzudenken, die sich — auch aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung und ihren Implikationen für die Lehre — als nicht mehr passgenau erweisen. Vor ein paar Tagen hat sie die Online-Community dazu aufgerufen, Vorschläge für neue hochschuldidaktische „Labels“ zu formulieren:

Ergebnis des Aufrufs sind eine ganze Reihe an Begriffen, die zum Teil neu sind, zum Teil aber auch in der Scientific Community seit einiger Zeit kursieren, und vorzugsweise munter zum „buzzword bingo“ (speziell beliebt für Antragstellungen) genutzt werden.  Streit um Worte? weiterlesen

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Master of Higher Education

Die Vorbereitungen für unseren neuen Studiengang „Master of Higher Education“, der zum Wintersemester 2016/17 startet, laufen auf Hochtouren. Bis zum 15. Juli 2016 kann man sich noch für ein Studium bei uns bewerben.

Es handelt sich dabei um den ersten und bislang einzigen spezifisch hochschuldidaktischen Masterstudiengang in Deutschland. Er richtet sich an Lehrende aller Fächer an deutschen Hochschulen, die ihre eigene Lehre berufsbegleitend verbessern wollen. Durch das Blended-Learning-Konzept können tatsächlich Personen aus ganz Deutschland teilnehmen.

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Kultur und Kommunikation Gehörloser

Professor Dr. Horst Pagel wurde vergangenen Mittwoch mit dem ersten Lehrpreis der Universität zu Lübeck ausgezeichnet — für eine besondere Pionierleistung im Wahlfach „Kultur und Kommunikation Gehörloser“.

© PFN - Olaf Malzahn
Auszeichnung für exzellente Lehre: Prof. Hendrik Lehnert, Dr. Tobias Schmohl, Prof. Horst Pagel, Priv.-Doz. Amir Madany Mamlouk, Prof. Rolf Hilgenfeld, Dr. Bettina Jansen-Schulz (v.l.n.r.) Foto: © PFN – Olaf Malzahn

Der Festakt fand in der Universitätskirche St. Petri zu Lübeck statt und war mit der Veranstaltung „Uni im Dialog“ verknüpft. Ich durfte in diesem tollen, sehr festlichen Rahmen als Vorsitzender der Auswahlkommission die Laudatio halten. Dafür hatten wir uns als Jury etwas Besonderes einfallen lassen:

Für den Vortrag war extra ein Gebärdendolmetscher eingeladen, der für meine Laudatio mit auf die Bühne kam und meinen Redetext in Gebärdensprache übersetzt hat. Für mich war es überhaupt das erste Mal, dass ich eine Festansprache mit Simultanübersetzung gehalten habe. 🙂

© PFN - Olaf Malzahn
Laudatio mit Gebärdendolmetscher. Foto: © PFN – Olaf Malzahn

Aber zum Preisträger: Ich hatte schon gesagt, dass er für eine Pionierleistung ausgezeichnet wurde. Was heißt das? — Als Prof. Pagel das Thema „Gehörlosigkeit/Gebärdensprache“ kurz nach der Jahrtausendwende das erste Mal im Rahmen der physiologischen Hauptvorlesung in Lübeck zum Gegenstand machte, gab es in der humanmedizinischen Ausbildung deutschlandweit kein eigenes Lehrangebot zu dieser Thematik. Wo es im Lehrplan vorkam, wurden Gehörlose allenfalls unter dem Aspekt ihrer medizinisch-physiologischen Beeinträchtigungen behandelt.

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